Schon seit ungefähr 2001 gibt es in der Krone kostenlosen und auch unkomplizierten Zugang zum Internet. Zunächst nur in den neuen Kronenzimmern, dann über Powerline (aka. “dLAN”), und inzwischen über ein kostenloses, offenes WLAN.
Leider ist die Rechtslage in Deutschland solch Kundenfreundlichen Lösungen gegenüber nicht besonders freundlich eingestellt. Wenn jemand über unseren DSL-Anschluss etwas verbotenes tut, sind wir zunächst unter Verdacht und müssen uns rechtfertigen. Da unser Funknetz auch den LKW-Parkplatz des Esso-Tankhofs abdeckt ist der Betrieb eines offenen Funknetzes inzwischen ein zu großes rechtliches Risiko.
Eine Alternative wäre gewesen, von der Telekom einen Hotspot in unserem Hotel einrichten zu lassen. Die Preise von 8€ pro Stunde bzw. 29€ pro Tag werden von vielen unserer Gäst jedoch als unverschämt angesehen, und können für Hotels auch einiges an Imageschaden anrichten.
Captive Portal, Walled Garden und andere verwirrende Begriffe…
Also habe ich mich für die “Do it Yourself Methode” entschieden: Mithilfe der ZoneCD von PublicIP. Bei dieser Lösung müssen sich unsere Gäste (oder auch “Zaungäste”) mit einer gültigen E-Mail Adresse beim System registrieren, um auf unser Netzwerk und somit das Internet zugreifen zu können (Das wird vom “Captive Portal” erledigt, dass WLAN-Clients “einsperrt”, bis diese sich ausweisen können). Ich kann auch bestimmte Webseiten freigeben, auf die man dann ohne Anmeldung Zugriff hat – z.B. unsere Eigene (Das ist dann der “eingezäumte Garten“, oder eben “Walled Garden“)
Datensammlung und Datenschutz
Das System speichert auch, welcher Benutzer wann mit dem Internet verbunden war und mit welchen Servern kommuniziert wurde. Dies sind eigentlich Daten, die wir als Wirtsleute gar nicht erheben wollen. Da uns jedoch die Rechtslage (bzw. der mangelnde Wettbewerb bei HotSpot-Anbietern) hier nur wenig Spielraum lässt, wüssen wir wohl oder übel in den sauren Apfel beissen und diese Daten erheben und speichern. Wir werten diese Daten jedoch nicht aus.
Kannst Du nicht mit Passwort arbeiten und es dann öfters ändern??
So machen es wohl einige andere Hotels. Aber wenn der GAU eintritt und die Polizei in der Rezeption steht, dann habe ich immer noch keinen “Nachweis”, wer meine Leitung tatsächlich benutzt hat.
Bin zwar kein Anwalt, aber mit der momentanen Lösung fühle ich mich recht sicher.
Also ich als Benutzer kann nur sagen – echt gut gemacht. Unkompliziert und dennoch abgesichert.
@Schmidt Alexander:
Schön, das so zu hören. Es gab zwischendurch ein Paar Geschwindigkeitsprobleme von seiten des PublicIP-Servers, die sind anscheinend behoben. Die “Bestätigungs-E-Mails” gehen auch nicht raus – ich habe Sie aber manuell freigeschaltet.
Wenn das so bleibt (mit der Geschwindigkeit), will ich nicht meckern.
[...] Hotel Krone in Neuenburg ist ganz webzweinullig und hat schon seit 2001 kostenloses WLAN. Stefan Waidele warnt in seinem [...]
Wir veranstalten die “Gegenaktion” zu Peters Web2.0 Kampagne gegen das Hotel – wir finden teures WLAN auch nicht gut – es geht hier um eine kreative web2.0 Lösung… und einen Kasten Bier:
http://www.tourismus-zukunft.de/2008/11/hotel-viva-creativo-und-peters-web20-kampagne-wir-suchen-die-loesung-dafuer-die-beste-loesung-gewinnt-einen-kasten-bier/
VG Daniel
Ähm… Info@Krone-Neuenburg.de ist doch eine gültige E-Mail Adresse. Würde man die angeben, könnte man dann also problemlos auf euer WLAN zugreifen.
Ich würde für jeden Gast “Tickets” vergeben, auf denen das Passwort des verschlüsselten WLANs steht & ein Code, welcher solange wie seine Aufenthaltsdauer gültig ist. (Am besten so mit dem Hotelsystem verbunden, dass die Gültigkeit auch verlängert wird, wenn der Aufenthalt des Gastes verlängert wird.) Dieser Code darf er natürlich an keine Dritten weitergeben. Jener Code sollte dann nach einer Verbdindung zum WLAN über ein Webinterface eingegeben werden können.
Das wäre meiner Meinung nach die sicherste Variante.
Die Freischaltung ist mehrstufig.
An die E-Mail Adressen geht eine Bestätigungsemail. Erst wenn diese auch wirklich angekommen ist, ist der Zugang auch ganz frei.
Dadurch wird verhindert, dass Bogus-Adressen angegeben werden.
Tickets für die Aufenthaltsdauer sind von Seiten der Rezeption sehr Arbeitsaufwändig bzw. Fehleranfällig.
Automatische Schnittstellen zur Hotelsoftware kosten mindestens €5000 (nur das Interface). Dann sind wir wieder bei einer Lösung, für die man Gebühren verlangen müsste…
Hmmm…
D.h., man hat keinen Zugriff auf Internetseiten. Wenn man dann aber in dem Webinterace von “Captive Portal” eine E-Mail Adresse, wie z.B. mail@domain.de angegeben hat, dann hat man nur Zugriff auf domain.de, um die E-Mail bestätigen zu können & dann überall durch’s Netz surfen zu dürfen?
Bis die E-Mail bestätigt ist, hat man nur ganz wenige Ports offen und ein sehr enges Zeit- und Downloadlimit.
Liebe Krone,
mit Ihrer Suche nach einer kundenfreundlichen WLAN-Lösung stehen Sie in Deutschland ziemlich einmalig da. Wir von der Münchner Lach- und Schießgesellschaft sind seit 5 Jahren in mehreren hundert Städten gewesen und waren automatisch abgeschnitten von unseren sozialen Kontakten, außer wir hätten uns in Unkosten gestürzt.
Vielen ernsthaften Dank also an Sie!
Meineke